Faces

Was ist Faces

Eine Begegnung mit dem „Fremden“ oder den „Anderen“ kann Angst machen oder einschüchtern. Grund dafür sind häufig Vorurteile. Statt offen auf Fremde zuzugehen, richten wir uns gern in einer Komfortzone ein. Dort umgeben wir uns mit Menschen, die ähnlich denken, aussehen und handeln wie wir selbst. Wir vermeiden den Kontakt mit dem „Fremden“.

Dieses Projekt will Begegnungen schaffen – mit Menschen und deren Geschichten. Wir interessieren uns für das, was nach dem ersten Eindruck kommt. Alle hier gezeigten Personen haben ein Foto von sich hochgeladen und einen Fragenkatalog zu ihrer Person ausgefüllt. Dieselben Fragen – viele verschiedene Antworten. Ein Textfeld schafft Raum für die freie Erzählung über sich und sein Leben. So entstehen einzigartige Geschichten, die den Blick öffnen sollen für Vielfalt, die Angst vor der Begegnung nehmen und eine neugierige und zugewandte Haltung erzeugen sollen – zu Menschen, die jetzt noch fremd sind.

Zusätzlich haben Leser die Möglichkeit, zwei Geschichten zu jedem Foto zu lesen, ohne zu wissen, welche die richtige ist. So wird spielerisch die Möglichkeit geboten, sich über eigene Vorurteile Gedanken zu machen und diesezu hinterfragen.

Wir alle sind verschieden – doch in unserem Menschsein alle gleich.

Und so ist die Idee zu „Faces“ entstanden: Bei unserer Arbeit im Integrationsprojekt e.V. haben wir mit Kindern und Jugendlichen zu tun, die aus Familen mit sehr unterschiedlichen finanziellen Verhältnissen und verschiedenen kulturellen Wurzeln kommen. Einige von ihnen haben eine Behinderung. Seit Jahren beobachten wir, wie die Kinder mit all ihren verschiedenen Voraussetzungen allein durch Begegnungen zu einem unverkrampften und vorurteilsfreiem Miteinander finden.

Hier kommt der Begriff „Inklusion“ ins Spiel – häufig benutzt, doch unserer Ansicht nach viel zu beschränkt verstanden. Für uns heißt Inklusion nicht nur, dass behinderte und nicht-behinderte Kinder gemeinsam zur Schule gehen. Wir verstehen Inklusion als gesellschaftliches Ziel. Wir möchten, dass in den Köpfen eine inklusive Haltung entsteht. „Faces“ soll eine Online-Erfahrung sein, die sich auf das wirkliche Leben überträgt.

Wer steckt hinter dem Projekt?

Die Kampagne wird ehrenamtlich von Hannes Roever durchgeführt. Er ist verantwortlich für die Redaktion, die technischen Belange rund um die Webseite und Ansprechpartner für Fragen aller Art.

Wer kann mitmachen?

Jede und jeder kann mitmachen. Einerseits einfach als Leser_in auf der Webseite www.projectfaces.de. Durchstöbert die Porträts und lest dazu die Geschichten der Menschen die ihr seht.

Die zweite Möglichkeit ist, selbst mitzumachen. Das geht ganz einfach. Auf der Webseite ladet ihr ein Foto von euch hoch und beantwortet ein paar wenige Fragen. Was ihr dort schreibt und wie umfangreich das ist, ob es persönliche Erlebnisse oder abstrakte Idden sind, die euch beschäftigen, ist völlig offen. Also, ran an die Tasten und auf http://www.projectfaces.de mitmachen!

Wie finanziert dich das Projekt?

Die tatsächlichen Kosten des Projekts belaufen sich auf Serverkosten und sind nicht so hoch. Die Begleitung des Projekts wird ehrenamtlich übernommen. Trotzdem freuen wir uns natürlich über Spenden, da wir bei gutem Mitwirken planen, das Projekt zu skalieren (mehr Besucher auf der Webseite=mehr Traffic= höhere Kosten). Die Teilnahme am Projekt ist selbstverständlich kostenlos.
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